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90 Jahre Möhnestausee - ein Wasserreservoir im Naturschutzgebiet Arnsberger Wald
  Foto: Touristik GmbH Möhnesee
Der Rohstoff Kohle, seine Förderung sowie die Verhüttung der Eisenindustrie ließ während der letzten 25 Jahren des 19. Jahrhunderts Städte und Bevölkerung im Ruhrgebiet rasant anwachsen. Eine ausreichende Wasserversorgung wurde demzufolge von Jahr zu Jahr problematischer. Die Flüsse des Industriegebiets "Kohlenpott" waren dem enormen Wasserbedarf nicht mehr gewachsen. Im Niederschlagsraum der Ruhr entstanden aus diesem Grund von 1894 bis 1896 die ersten Talsperrenanlagen der Flüsse Heilenbecke und Füelbecke zur Versorgung der Städte Altena und Gevelsberg mit einem Trinkwasservorrat von 32,4 Mio cbm. Außerdem wuchs die Anzahl der Wasserwerke entlang der Ruhr, so dass der Grundwasserspiegel bedrohlich absank und den Bau weiterer Talsperren zwingend erforderlich machte.
So gründete sich der Ruhrtalsprerrenverein (RTV) am 15. April 1899 im Essener Rathaus. Der Entwurfsplan, im Möhnetal eine Sperrmauer mit einem nach innen gekrümmten Grundriss zu errichten, kam im Mai 1905 im Vorstand des RTV auf den Tisch. Das ursprünglich geplante Fassungsvermögen der Möhnetalsperre mit 110 Mio cbm Volumen wurde mehrmals revidiert. Schließlich hatte die Sperrmauer eine Höhe über der Fundamentssohle von 40,30 m, so dass 130 Mio cbm Wasser aufgestaut werden konnten. Die Mauer mit einer Kronenbreite von 6,5o m und 105 Öffnungen für den Überlauf maß jetzt eine Länge von 650 m und in Höhe der Sohle von ca. 300 m. Bei gefülltem Stausee strömt das überschüssige Wasser als 300 m breiter herrlich anzusehender Wasserfall 32 m in die Tiefe. Mit diesen Abmessungen wurde in der Zeit von 1908 bis 1913 die Möhnetalsperre als gößte Stauseeanlage in Europa gebaut.
Begonnen wurde das Projekt am 7. Januar 1908 mit der Ausschachtung der Baugrube sowie mit dem Aushub eines Umleitungsgraben für die Möhne und dem Bau eines 302 m langen Stollens für die Heve.
Schon vorher hatte im Jahr 1907 die Ruhr-Lippe-Eisenbahn (RLE) zur Anfuhr aller Baumaterialien eine Kleinbahn von Niederense bis zur Baustelle in Günne mit einer Länge von sieben Kilometern errichtet.
Wie gewaltig die Koordinationsleistungen der Ingenieure damals waren lässt sich u.a. davon ableiten, dass die bauausführende Firma Liesenhoff aus Dortmund teilweise bis zu 300 Arbeiter für ein Tagespensum von durchschnittlich 632 cbm Mauerwerk im Einsatz hatte. Davon leistete ein Maurer im Elfstundentag fast 3 cbm.
Für die eigentlichen Seeflächen mussten 116 ha Grund und Boden vom RTV, teils auch mittels Enteignung, erworben werden und für Randgebiete weitere 1.092 ha. Mehr als 700 Bewohner waren umzusiedeln. Außerdem hatte der RTV den Bahnhof in Wameln, zwei Schulen, eine Ziegelei, eine Molkerei, eine Zementfabrik, vier Gastwirtschaften und etliche Handwerksbetriebe sowie Kolonialwarengeschäfte auf Ausweichgrundstücke verlegen zu lassen. Das Dorf Kettlersteich verschwand völlig. Hinzu kamen mehr als 100 Häuser von den Orten Drüggelte, Delecke, Körbecke, Stockum und Wameln. Sie bekamen in höher gelegenen Gebieten des Möhnetals am Hang der Haar neue Ansiedlungen. Insgesamt hatte der RTV damals mit 310 Grundstückseigentümer zu verhandeln. Das erforderliche Kapital stellte die Landesbank der Provinz Westfalen als Hypothek zur Verfügung. Für den Grunderwerb einschließlich der Gebäude und aller Nebenentschädigungen waren 8,2 Mio Mark vom RTV aufzuwenden.
Ein Probestau mit 7,5 Mio cbm zeigte im Sommer 1912 gute Ergebnisse bezüglich Dichtigkeiten der Sperrmauer mit seinen Rohrleitungen und Schiebern sowie des Heveverbindungsstollens. Alle Funktionen der techn. Einrichtungen bestätigten im Ergebnis die Einhaltung der Planungsvorgaben, so dass nach Beendigung von Restarbeiten die Firma Liesenhoff am 14.10.1912, d.h. ein Jahr eher als vereinbart, die Fertigstellung der Sperrmauer dem RTV melden konnte.
Offiziell war die Einweihung am 12. Juli 1913. An diesem Tag hat der RTV die seinerzeit größte Stauseeanlage Europas im Rahmen eines Festaktes der Bestimmung übergeben.
Das Landschafts-Informations-Zentrum (LIZ) in Günne, das seit 1993 besteht, dokumentiert sehr eindrucksvoll noch bis zum Ende des Monats Juni 2003 das Thema: "90 Jahre Möhnetalsperre, eine Landschaft im Wandel." Die Öffnungszeiten sind: Di. bis Fr. von 10 - 17 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 14 - 17 Uhr. Eine weitere Ausstellung ist vom Heimatverein Möhnesee im Haus Stockebrand, Körbecke, ausgerichtet und es kann diese bis zum 20. Juli 2003 in der Zeit: Mi., Sa. und So. jeweils 15 - 17 Uhr und zusätzlich sonntags 11 - 13 Uhr besucht werden.
Weitere Informationen unter:
Gemeinde Möhnesee - www.moehnesee.de
LIZ - www.liz.de
(bearbeitet: A. Franz)

Quellen: Gemeindearchiv Möhnesee sowie die Broschüre
60. Jahrestag Möhneseekatastrophe vom Heimatverein Niederense
(veröffentlicht: Heft 93/ 2003)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
E-Mail: info@ense-press.de

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die aktuelle Ausgabe, Heft 149:
22.07.2017
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Bernhard Frick, Weihbischof
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1246 Gründung Kloster Himmelpforten
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Die Schlacht bei Bremen 1586
Kölner Erzbischof Engelbert von Berg † 07.11.1225
Wallfahrten
Gründung des Klosters Scheda
Adolf von Hatzfeld
Vorstenburg auf Richters Köpfchen über dem Ruhrtal
Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
Soester Fehde, Teil 2/2
Soester Fehde, Teil 1/2
Freiwillige Arnsberger Jäger-Kompanie als leichte Infanterie 1814 gegen Napoleon
1813 - Kosaken auf der Haar
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 2 von 2
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
Telegraphenlinie via Echtrop - Höingen
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 1, Vormarsch u. Eroberungen
Kalenderreform 1582
Ernst von Bayeren stirbt am 17. Februar 1612 in Arnsberg
Goldfeuer bei Günne
1586 die Schlacht bei Bremen
Kaspar Schwarze, gnt. Betkaspar
Von Hexen und Ketzern
Wiedenbergkapelle
Niederenser Feldkreuz
100 Jahre Schützenhalle Bremen
Pängel Anton und Deutsches Wirtschaftswunder in Ense
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Alte Gewichte, Maße und Münzen
Delecke: 75 Jahre Bismarckturm
Kutsche 1948 in Niederense verunglückt
Ehemaliges Totenläuten vom Niederenser Spritzenhaus
St. Anna-Kapelle
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Farmhouse Soerries-Schulte 200 years
25 jähr. Partnerschaften mit Ense
Klosteranl. Himmelpforten bis 1943
Ense im Mittelalter
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Gut Oevinghausen Teil 2
Gut Oevinghausen Teil 1
B.Soerries 1883 emigriert
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