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ense-press - ... zwischen Ruhr und Möhne ... an der Haar notiert ...
Die Schlacht auf der Haar bei Bremen (Kreis Soest) am 2. März 1586
Der Kurfürst Gebhard Truchseß von Köln hatte sich bekanntlich in die schöne Gräfin Agnes von Mansfeld, Kanonissin zu Gerresheim, verliebt und nach öffentlichem Übertritte zum Protestantismus am 2. Februar 1583 mit ihr in Bonn sich verheiratet. Um nun, dem "geistlichen Vorbehalt" entgegen, das geistliche Kurfürstentum für sich zu behaupten, versuchte Truchseß den Weg der Gewalt. In Westfalen, wo er bereits durch Erlaß vom 16. Januar die Freistellung des Augsburgischen Bekenntnisses hatte verkünden lassen und die Reformation durch Prediger und Katechismen zu fördern suchte, hausten die Scharen seiner Parteigänger; er selbst hielt längere Zeit hindurch in Werl, am Birkenbaume, Hof. Aber der Pfarrer der Stadt, Bernhard Tütel, aus dem Norbertinerkloster Wedinghausen bei Arnsberg, trat mit Kraft und Mut gegen Truchseß auf. Auch Büderich hatte arg zu leiden; ein zweimaliger Bildersturm zerstörte daselbst Kirche und Altäre.

Truchseß unterlag gegen den an seiner Statt erhobenen Ernst von Bayern; er zog sich mit seiner Gemahlin erst nach den Niederlanden zurück und starb 1601 in Straßburg. Kurfürst Ernst aber ward am 5. Juni 1584 von Edlen, Bürgern und Landleuten des Herzogtums Westfalen am Birkenbaume feierlich empfangen. Doch waren die Wirren damit nicht zu Ende; zwei Jahre später erschien der berechtigte niederländische Parteigänger Schenk von Nideggen im kölnischen Westfalen, um auf eigene Faust für den unterlegenen Truchseß zu kämpfen.

Nachdem Schenk die Stadt Neuss mit englischer Hilfe bezwungen, ging er über den Rhein, bei Kettwig über die Ruhrbrücke und zog nun durch das Sauerland auf die Gegend des Birkenbaumes zu. Während er vor Werl lag, erließ der Landdrost Eberhard von Solms wider ihn ein Aufgebot an Adel, Städte und Dörfer. Das Landvolk erschien willig und in großer Anzahl; auch die Städte schickten ihre gerüsteten Kriegsleute. Vom Adel aber erschienen nur wenige, und man glaubt, dass das Ausbleiben desselben die einzige Schuld an der bald darauf erfolgten Niederlage des zusammengebrachten Landvolkes gewesen sei, weil demselben geübte Führer fehlten. Das Landvolk hatte sich nämlich in der Nähe des Schlosses Waterlappe des Kirchdorfs Bremen mit den übrigen, zum Entsatze Werls bestimmten Männern versammelt, um von hier aus vereinigt gegen Werl vorzudringen und Schenk in der Stadt anzugreifen.
  Dieser, der durch seine Spione von dem Zusammenströmen einer so großen Masse Landvolkes und gerüsteter Kriegsknechte Kunde erhalten hatte, fand es bedenklich, sich in der Stadt einschließen oder gar angreifen zu lassen, da alsdann besonders auch die starke Besatzung des Schlosses, das nicht in seine Hände gefallen war, ihm viel zu schaffen machen könne.
Er hielt es für angemessener, mit einem Teil seiner Leute einen Angriff auf das bei Waterlappe stehende Volk zu machen und sein Glück im freien Felde zu versuchen. Schenk warf sich gegen die Reiterei, die eben nicht zahlreich war, indem sie nur aus sechzig Mann bestand, und versuchte, sie auseinander zu sprengen. Diese aber hielt den Angriff mit Mut und Entschlossenheit aus und wartete den günstigsten Augenblick ab, ihre Feuergewehre auf den Feind abzuschießen. Sie kehrte nach ihrer Kriegsweise in aller Eile um, ritt eine Strecke zurück, um ihre Gewehre wieder zu laden und den zweiten Angriff abzuwarten. Unglücklicherweise aber hielten die Landleute den schnellen Rückzug der Reiter für eine wirkliche Flucht und liefen ebenfalls zurück, so schnell sie konnten. Dadurch gerieten Reiter und Fußvolk durcheinander, und das ganze Heer der Westfalen kam in Unordnung. Jetzt sprengte Schenk mit seinen Reitern unter die verwirrten Haufen und richtete ein furchtbares Blutbad unter ihnen an.

Die nicht kriegsgeübten Landleute wurden niedergemetzelt und niedergeritten. Um schneller fliehen zu können, warfen die meisten Westfalen die Waffen weg und erleichterten dadurch den Feinden den Sieg, indem letzte nunmehr nichts weiter zu tun fanden, als die wehrlos Fliehenden vor sich herzutreiben und niederzuhauen. Wegen dieser unheilvollen Flucht spricht man vom "Bremer Loope" (Bremer Lauf).
Nur ein Haufen von Büchsenschützen, die aus dem Arnsberger Schlosse zu Hilfe geschickt waren, hielt sich in einem Hohlwege und sandte unerschrocken den Tod in die feindlichen Reihen. Da sprengte der verwegene Schenk gegen den Hohlweg heran, gab den Schützen ein Zeichen, dass sie das Feuer einstellen möchten, und hielt nun mit entblößtem Haupte eine Anrede an dieselben, um sie zur Niederlegung der Waffen zu bewegen: "Liebe Soldaten, ihr habt euch gehalten wie wackere Kriegsleute. Ich lobe euch darum; eure Tapferkeit habt ihr erwiesen. Ihr seht aber, dass die Eurigen geschlagen sind und das Feld geräumt haben. Ergebt euch nun; auf mein Wort, ich will euch halten, wie brave Soldaten es verdienen."  
Aber eine wohlgezielte Kugel streckte seinen Begleiter tot zu Boden, und als Schenk sein Pferd herumriß, um sich selber aus der Gefahr zu bringen, schoß eine andere Kugel ihm den Oberschenkel lahm. Er zog sich nun mit den Seinigen nach Werl zurück, aber 280 wackere Landleute lagen entseelt auf der Wahlstatt und blieben dort, ein schauderhafter Anblick, mehrere Tage unbeerdigt liegen. Eine große Anzahl Fliehender war außerdem bei Neheim in die Ruhr getrieben worden, in er die meisten ertranken. Die Gesamtzahl der an jenem Tage Gebliebenen wird von einer Quelle sogar auf 1 000 angegeben. (nach Zurbonsen und Mehler.)
Quelle: "101 Sagen aus Neheim und Umgebung".
Veröffentlicht mit Genehmigung des Hrsg: Bernd Kirschbaum, Niederense
(veröffentlicht: Ausgabe 84/2001)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
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