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Von Ackerern und Kurfürstlichen Kolonen in Möhnesee-Günne
  Die Geschichte von Höfen in Günne: Stütting- Bittis, heute Hershoff und Secker-Bittis, heute Bittis
Nicht nur große, sondern auch kleine Höfe, wie z.B. kurfürstliche Kolonen haben ihre Geschichte. Wenn man diese bis ins 16. Jahrhundert zurück verfolgt, so erhält die Nachwelt Kenntnis von denkwürdigen, tragischen, aber auch glücklichen Tagen aus dieser Vergangenheit und kann sie mit den heutigen vergleichen. Abgesehen von der modernen Technik und den vielen Möglichkeiten im heutigen Alltag sind die Sorgen und Freuden, die Menschen im Leben begleiten, nahezu identisch geblieben. Schade, dass damals nur wenige des Schreibens mächtig waren. So sind alte Lagerbücher, Akten und Schriften der Klöster, Kirchen und die von adeligen Besitzern Quellen aus denen man Hinweise und Erkenntnisse schöpfen kann.

In alten Dokumenten des Klosters Himmelpforten sind u. a. die Abgaben Günner Bauern aufgeschrieben. Im Register von 1536 ist zum Beispiel nachzulesen, dass der Thonniß Betingkhuißen 2 g (Gulden) zu zahlen hatte. Zum Jahr 1565 ist vermerkt, dass der Thonnis Bittunghusen weiterhin 2 g zahlen musste. Im Jahr 1626 ist notiert: „bei Bitting in Günne stehen 26 Morgen Acker und 13 Morgen Wiese.“ In dieser Zeit änderte sich die Schreibweise des Namens „Betingkhuißen“ in „Bittinghusen“ und zuletzt in „Bitting“.

In einem Kirchenbuch steht geschrieben: „Antony Bittis und seine Frau Margaretha geb. Rißens, sind die Eltern von Antonius Bittis, (*26.7.1690).“ Antonius Bittis und Maria Schäpers, Theinigsen, sind die Eltern von Rudolfus Bittis (*15.10.1719), der mit seiner Frau Anna Duniker den Kurfürstlichen Hof Bittis bewirtschaftete.

Als nach vier Töchtern diese Ehe ohne männlichen Erben blieb, heiratete am 18.7.1772 die älteste Tochter Anna-Maria Bittis (*5.3.1752) den Johann-Theodor-Dietrich Stütting vom Stüttingshof in Bittinghausen (heute Bittingen). Einem damaligen Brauch zufolge kam jetzt zur Hofbezeichnung der Name Stütting hinzu und so wurde aus dem Kurfürstlichen Hof Bittis nunmehr der Kurfürstliche Hof Stütting-Bittis in Günne.

Ein Vetter des Rudolfus Bittis, nämlich Johann-Bartholomäus Bittis (*21.5.1720) aus Günne, heiratete Elisabeth Suer in Delecke und hatte mit ihr dort drei Kinder. Ihr zweiter Sohn hieß wie der Vater Johann-Bartholomäus (*13.3.1762). Er heiratete in Günne die Anna-Maria-Elisabetha Secker und brachte somit den Namen „Bittis“ wieder nach Günne zurück.

Genauso wie beim Hof Bittis reicht die Gründungsgeschichte des Hofes Secker bis ins 16. Jahrhundert zurück. Johannes Secker, im Jahr 1679 geboren, hatte mit seiner Frau Margaretha zwei Kinder namens Georgi und Theodori. Georgi Secker und seine Frau Gertrudi waren wiederum die Eltern von Joan-Everhardus (*11.8.1720).

In seiner Ehe hatte Joan-Everhardus Secker mit seiner Frau Elisabetha fünf Kinder. Die jüngste Tochter Anna-Maria-Elisabetha (*13.3.1757) vermählte sich, nachdem ihr einziger Bruder aus dem Haus geheiratet hatte, mit dem bereits erwähnten Johann-Bartholomäus Bittis (*13.3.1762) aus Delecke. Beide bewirtschafteten den Hof Secker in Günne, der dann den Namen Bittis-Secker führte. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, jedoch das zweite starb bei der Geburt und das dritte Kind Sohn Albert (*1800) verstarb 20jährig am 24.4.1820. Der erstgeborene Sohn Joan-Theodor (*11.11.1796) der Eheleute Bittis-Secker ging als Stammvater in die Familiengeschichte ein.
Günne
Mit seiner ersten Frau Katharina Schilling-Jürgens hatte Joan-Theodor Bittis-Secker zwölf Kinder und in zweiter Ehe mit Frau Franziska Kersting aus Altengesecke wiederum drei. Von den 15 Nachkommen starben sechs bereits in den ersten Lebensjahren. Joan-Theodor Bittis selbst starb am 10.2.1856. Nachfolger war sein Sohn Wilhelmus Bittis-Secker (*10.3.1827). Er heiratete Maria-Franziska Humpert aus Hewingsen (*28.7.1831) die acht Kindern das Leben schenkte. Wilhelmus Bittis-Secker und seine Frau starben im Jahr 1901. Seine Frau am 17. August und er selbst am 11. November.

Sohn Franz-Josef (*15.11.1856) trat die Nachfolge an. Er heiratete Katharina Weber, die in Herdringen am 16.6.1863 geboren war. Aus dieser Ehe gingen neun Kinder hervor. Franz-Josef Bittis-Secker starb bereits am 7.4.1930 und seine Frau Katharina zehn Jahre später am 19.10.1940. In der Erbfolge war Sohn Franz (*7.10.1892) als Nachfolger vorgesehen, jedoch fiel er im 1. Weltkrieg am 28.11.1914 bei Sedan. So wurde sein Bruder Wilhelm Bittis-Secker (*22.7.1894) zum Erben bestimmt. Er heiratete Wilhelmine Kettler aus Parsit, die vier Kinder zur Welt brachte.

Wilhelm Bittis-Secker starb am 13.8.1969 und folgte seiner Frau, die bereits am 27.12.1967 gestorben war. Sohn Bruno (*28.11.1928) war der nächste Hoferbe. Er nahm Marianne Giese aus Körbecke, (*18.8.1933) zur Frau. In dieser Ehe gab es vier Nachkommen.
(Heinz Bittis, Niederense)

Anmerkungen der Redaktion:
Die Agrarverfassung des römischen Reiches unterschied zwischen dem Obereigentum (dominium directum) des Staates oder des Gutseigentümers und dem Nutzungseigentum der Kolonen. Die freien Pächter (coloni) bewirtschafteten Kolonen auf eigene Rechnung. Sie lieferten den Grundbesitzern dafür entweder einen bestimmten Teil des Ernteertrags ab (Teilpacht, colonia directum) oder zahlten eine feste Pachtsumme (pensio).
Ähnliches wurde vom 8. Jahrhundert an unter Karl dem Großen praktiziert und ging in Deutschland bis zum 18. Jahrhundert.
Ab wann hierzulande, im Möhnetal, Ackerland an freie Bürger verpachtete wurde ist nicht bekannt. An Hand der in diesem Artikel zitierten Urkunden und Niederschriften kann man jedoch vom frühen Mittelalter ausgehen, z. B. gab es Höfe und Kotten, die Grundbeschwerden (Pacht) an die Rentei des Klosters Himmelpforten (1246 – zerstört 1943) zu entrichten hatten.

Die Pachtverträge liefen jeweils über einen Zeitraum von zwölf Jahren und waren an den Hof gebunden, so dass der Tod eines Pächters diesen nicht beendete. Der Erbe oder Rechtsnachfolger konnte durch zusätzliche Abgaben ungeachtet der noch verbliebenen Pachtzeit, z. B. durch die Kurkölnische Oberkellnerei Arnsberg „neu gewonnen“ werden. Nach Ablauf musste er erneut für die nächsten zwölf Jahre Pachtzeit weitere Abgaben entrichten und die „anklebenden“ Lasten, die sogenannten Grundbeschwerden, übernehmen.
Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts konnten sich alle Bauern (nur wenige schon früher) freikaufen. Somit ging die Besitzung in ihr Eigentum über.

(A. Franz)
(veröffentlicht: Ausgabe 87/2001)
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Peter Haase
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