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Bauernhaus Sörries-Schulte am 10. August 1808 errichtet
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Bauernhaus Sörries-Schulte 200 Jahre alt.













Doch der Hof Sörries-Schulte, heute Schumacher, hat eine 1.000-jährige Tradition als landwirtschaftlicher Betrieb in Niederense.
 
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Fachwerkhaus in Vierständerbauweise: rechts und links der Deele zwei Ständerreihen und zwei weitere in gleicher Richtung im Außenwandbereich.
(D 59469 Ense-Niederense) An der heutigen Bahnhofstraße 48 haben die Eheleute Johann Theodor Schulte und Anna Maria, geb. Nölle (verwitwete Kloith, gnt. [genannt] Schulte) am 10. August 1808 ihr an einer anderen Stelle niedergebranntes Haupthaus erneut errichten lassen. So steht es auf dem geschnitzten Balken oberhalb des großen Deelentors.
Soerries-Deelentor
Balkeninschrift über dem Deelentor: Was verbrennt ist verloren : dich, o Gott, hab ich erkoren : reich mir deine milde Hand : so komm ich wieder in den vorigen Stand. Johann Theodor Schulte und Anna Maria Nölle, Eheleute, haben dieses Haus wiederum auferbauen lassen in Anno 1808, den 10. August.
Urkundlich hat das landwirtschaftliche Anwesen als „Schultenhof“ eine Geschichte, die bis ins 9. Jahrhundert, d.h. bis zur Karolingerzeit, zurückreicht. 1970 hätte die Familie das 1.000-jährige Bestehen des Hofes feiern können - doch Besitzer, Vater und Großvater Heinrich Sörries Schulte, geb. 1892, verstarb in diesem Jahr. Die Nachfolge trat sein Sohn Johannes (*1925) an. Er heiratete 1958 Elisabeth Franzen (*1934) aus Marl.

Heinrich Sörries Schulte (*1892), von Beruf Landwirt und Tierzüchter, gestaltete die alte Molkerei Niederense in eine moderne Wäscherei um und hatte auch den Vorsitz des Vorstands der Wäscherei und Reinigungs eGmbH von 1954 bis 1967 inne. Der Betrieb existiert noch an alter Stelle unter dem Namen: Wäscherei Baader GmbH, Bahnhofstraße 51.
Das 1808 errichtete Bauernhaus ist ein Fachwerkbau in Vierständerbauweise: Rechts und links der Deele stehen parallel zum Dachfirst zwei Ständerreihen und zwei weitere in gleicher Richtung im Außenwandbereich. Bei diesem Haustyp, eine spezielle westfälische Bauweise, wurde das Deelentor stets in die
 
Giebelseite eingebaut, die dem Wetter abgewandt war. Es hat die Größe, dass ein mit Korn voll beladener Erntewagen von zwei Pferden auf die Tenne (befestigter Fußboden) in die Deele gezogen werden konnte.
Die Deele war damals Mittelpunkt des Jahres- und Lebenszyklus. Hier wurde das Korn gedroschen, Feste gefeiert, wie Hochzeiten, Kindtaufen, Geburtstage oder nach Beerdigungen sogar der Leichenschmaus (Beerdigungskaffee, Trauerbrot oder Tröster) gehalten. Heute verkauft hier die jetzige Besitzerfamilie Franz Schumacher (gebürtig aus Büderich) und Frau Maria, geb. Sörries Schulte (∞ 1983), je nach Jahreszeit ihre landwirtschaftlichen Produkte, wie z.B. frische Kartoffeln.
Der Name Sörries kam durch Einheirat nach Niederense auf den Hof Schulte als Johann Mathias Sörries (*07.05.1782) aus Blumenthal am 13. Oktober 1810 die Tochter Anna-Christina Kloith, gnt. Schulte (*28.01.1791 †24.02.1852) ehelichte.
Der Landwirt und Hauserbauer Johann Theodor Schulte (*25.04.1761 †1809?) war zweimal verheiratet: In erster Ehe (∞ 20.04.1790) mit Waltraut Elisabeth Ahshoff und in zweiter Ehe (∞ 25.04.1797) mit Anna Maria Nölle, verwitwete Kloith, gnt. Schulte.
Soerries Wappen
 
Doppelnamen, bestehend aus dem Namen der Hofbezeichnung und seiner Pächterfamilien, haben eine Tradition, die bis zur Römerzeit zurückreicht. Sie steht im Zusammenhang mit der Art und Weise, wie Grundbesitzer (Staat, Klöster etc.) Pachtverträge im Mittelalter abschlossen. Diese liefen jeweils über zwölf Jahre und waren stets an den Hof gebunden und nicht an den Pächter, sodass der Tod desselben den Vertrag nicht beenden konnte. Erben oder Rechtsnachfolger mussten, z.B. in unserer Gegend durch die Kurkölnische Oberkellnerei Arnsberg als Pächter „neu gewonnen“ werden und hatten „anklebende Lasten“ zu übernehmen. Pächter (Coloni) führten nach Grundstrukturen der Verfassung im Mittelalter einen Hof (Hufe) als selbstständige Betriebseinheit. Diese bestand aus drei Elementen: erstens Haus, Hof und Garten, zweitens Ackerland (Hufenland) und drittens Nutzungsrechte an der Allmende (Teil des Gemeindevermögens: Anger, Wald, Gewässer). Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts konnten sich Bauern freikaufen, sodass die Besitzung in ihr Eigentum überging.

(Alois Franz, Ense-Niederense)

Quellen: Privatarchiv Bernhard K. Mux, Köln, Tel. 0221 / 5896772; Hans K. Schulze: Grundstrukturen der Verfassung im MA, 3. Aufl., Kohlhammer Urban Taschenbücher.
     
veröffentlicht: Ausgabe-Nr.: 114, Seite 27
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24.05.2017
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1816 | Die Haar wird preußisch
Die Schlacht bei Bremen 1586
Kölner Erzbischof Engelbert von Berg † 07.11.1225
Wallfahrten
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Adolf von Hatzfeld
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Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
Soester Fehde, Teil 2/2
Soester Fehde, Teil 1/2
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1813 - Kosaken auf der Haar
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Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
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