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Hellmichs 167 Jahre Küster
  Vor 100 Jahren hat Joseph Hellmich das Amt des Küsters an der St. Lambertuskirche in fünfter Generation 1907 aufgegeben und seinen landwirtschaftlichen Betrieb aus der Dorfmitte zu einem neuen Gehöft in die Nähe der Wegscheide Niederense und Oberense verlegt.
Ense-Bremen. Anfang des vorigen Jahrhunderts gehörten zum Kirchspiel Bremen die Dörfer: Bremen, Parsit, Höingen, Lüttringen, Waltringen, Ruhne, Gerlingen, Blumenthal, Oberense, Volbringen, Bilme, Bittingen, Niederense und Himmelpforten sowie die kleineren Siedlungen Vierhausen, Bremer, Höinger, Gerlinger und Füchtener Heide (Hünningen). Außerdem zählten die Einzelhöfe Radberg, Stütting, Döringhof, Schulte im Kampe, Heideröschen und die Rittergüter Waterlappe, Füchten und Oevinghausen dazu.
  St. Lambertus Kirche Bremen Krs. Soest um 1900 mit ehemaligem romanischen Querschiff (Kreuzkirche) und barocken Chor. Querschiff und Chor sind 1905 für Erweiterungsbauten abgebrochen worden.
Mit dem heute häufig anzutreffenden Namenszusatz „Heide“ ist vermutlich die Benennung von Ortsteilen, die außerhalb einer geschlossenen Ortschaft liegen, gemeint. In diesem Zusammenhang ist auch die altdeutsche Bezeichnung „Auf der Baur“ zu verstehen.
Obwohl Hl. Messen im Kirchspiel Bremen bereits in den Filialen zu Himmelpforten, Bilme, Waltringen und Höingen gehalten wurden, war die kath. Pfarrkirche St. Lambertus Anfang 1900 an Festtagen für alle Gläubigen, die z. B. den österlichen Pflichten nachkommen wollten, viel zu klein geworden. Deshalb war es Wunsch der Bevölkerung, die alte Kirche durch einen Anbau zu erweitern.
Trotz aller behördlichen Widerstände bekam der Pastor Franz Xaver Steinhoff 1902 vom Regierungspräsidenten im Arnsberg die Baugenehmigung mit der Auflage, dass das alte romanische Querschiff (Kreuzkirche) als Baudenkmal stehen zu bleiben hätte. Lediglich der östliche Chorraum durfte demnach einer Erweiterung weichen. Diese Bauauflage stand jedoch einer vernünftigen Erweiterungslösung im Weg. Das romanische Querschiff (Anfang 13. Jahrhundert) und der barocke Chor, der 1713 angebaut worden war, galten in der Bevölkerung bezüglich ihrer Bausubstanz als nicht erhaltenswert. Mundartlich sprach man vom „ollen Stäinhaup“ (alten Steinhaufen).
  Bild links:
Küsterei und Hofstelle Hellmich mit Nebengebäude auf dem Kirchplatz 1899

Während der Bauarbeiten, die am 26. Juni 1905 begannen, stürzte das Querschiff an einem Montagmorgen im Oktober 1905 in sich zusammen. Offiziell war der Einsturz durch Bildung von Erdrissen, die beim Bau der neuen Fundamente entstanden seien, hervorgerufen worden. Doch wie der Chronist weiß, haben etwa 30 beherzte Männer nach den Plänen des Baupoliers Josef Kortmann in einer Geheimaktion mit Hilfe eines 25 Meter langen Schwebebaums den Einsturz herbeigeführt.
Die neuen Erweiterungsbauten konnten von da an zügig vorangehen, so dass der beachtliche neugotische Hallenbau mit 5/8-Chor bereits im Herbst 1906 fertig gestellt war. Am 18. November 1906 hat Propst Steinhoff die Benediktion (Segnung, kirchliche Weihe) vorgenommen, während die Konsekration (liturgische Weihe) durch Bischof Schneider von Paderborn am 6. Juli 1909 stattfand.
Die alte Küsterei, die zugleich Hofstelle war und zwischen Kirche und der südlich vorbeiführenden Provincialstraße stand, wurde von der kath. Kirchengemeinde nach jahrelangen Verhandlungen von der Familie Hellmich erworben und 1912 samt den landwirtschaftlichen Nebengebäude abgebrochen.
Joseph Hellmich (* 2. August 1837, † 29. September 1918) errichtete an der Oberenser Straße in Höhe des Abzweigs nach Niederense ein neues landwirtschaftliches Anwesen, das er im Jahr 1907 mit seiner Familie beziehen konnte. Gleichzeitig gab er das Amt des Küsters auf und eine seit etwa 1740 andauernde Familientradition über fünf Generationen ging zu Ende.
Der erste Küster der Familie war Johann Bernd Hellmich, der am 5. Dezember 1723 in Lottringhausen (Lüttringen) das Licht der Welt erblickte und am 4. April 1805 in Bremen Krs. Soest starb. Dieses Amt ging dann vier Mal in Folge an die Söhne über: Christian (* 23. 10. 1766, † 19 .6. 1831), Johann Anton (* 7. 11. 1803, † 23. 1. 1848), Franz (* 2. 8. 1837, † 30. 4. 1910) und Joseph (* 2. 8. 1837, † 29. 9. 1918).
Spuren der Familie Hellmich führen bis ins Mittelalter. In einer Fürstenbergschen Urkunde vom 10. Dezember 1375, in der es um Grundrechte ging, wird erwähnt, dass der Hof des Helmig dey Korte to Luttrinchuson (Hellmich der Kurze) im heutigen Lüttringen, Pfarrei Bremen, gelegen hatte. Ebenso taucht der Name Hellmich in einer Urkunde vom 14. bzw. 16. Januar 1382 auf, welche die Rechte der Werler Sälzerschaft und des Erzbischofs von Köln regelte. Unterzeichnet und besiegelt ist dieses Schriftstück von 21 Werler Burgmannen, von denen einer der Knappe „Helmig Korte“ (Hellmich der Kurze) war. Da die Familie Hellmich, in der das Küsteramt für die Lambertuskirche Bremen über fünf Generationen ausgeführt wurde, nachweislich aus Lüttringen stammt, sind in ihrem Stammbaum die vorgenannten „Helmig dey Korte“ als Vorahnen aufgeführt.
bearbeitet:
Bernhard Hellmich
und Alois Franz

Quellen: Familienarchiv Hellmich, Ense-Bremen, das Buch „Die Geschichte des Kirchspiels Bremen 6/2000“ von Helmut Haase, Frühgeschichte des Westf. Geschlechtes von Fürstenberg, Seite 369 als auch Seibertz Urkunden, Buch II 860 und 861 sowie die Festschrift zum 900-jährigen Bestehen der Pfarrgemeinde Bremen in Westfalen von 1950 und Sammlung von Geschichtsdaten „Hünningen-Lüttringen 1036 - 1986“.
(veröffentlicht: Ausgabe-Nr.: 109 / Seiten 9 und 10 / Sommer 2007)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
E-Mail: info@ense-press.de

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die aktuelle Ausgabe, Heft 149:
23.06.2017
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Kölner Erzbischof Engelbert von Berg † 07.11.1225
Wallfahrten
Gründung des Klosters Scheda
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Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
Soester Fehde, Teil 2/2
Soester Fehde, Teil 1/2
Freiwillige Arnsberger Jäger-Kompanie als leichte Infanterie 1814 gegen Napoleon
1813 - Kosaken auf der Haar
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 2 von 2
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
Telegraphenlinie via Echtrop - Höingen
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 1, Vormarsch u. Eroberungen
Kalenderreform 1582
Ernst von Bayeren stirbt am 17. Februar 1612 in Arnsberg
Goldfeuer bei Günne
1586 die Schlacht bei Bremen
Kaspar Schwarze, gnt. Betkaspar
Von Hexen und Ketzern
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100 Jahre Schützenhalle Bremen
Pängel Anton und Deutsches Wirtschaftswunder in Ense
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Alte Gewichte, Maße und Münzen
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25 jähr. Partnerschaften mit Ense
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Ense im Mittelalter
Haarstrang 390 Mio. Jahre
Hellmichs 167 Jahre Küster
Gut Oevinghausen Teil 2
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B.Soerries 1883 emigriert
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Bericht aus 1813
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