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Gut Oevinghausen bei Waltringen, Teil 1
Wohnhaus Familie Luig
Vorbemerkungen des Verfassers: Bereits 1996 schilderte Siegbert Pensky aus Waltringen in einem Artikel in der Heimatzeitung „ensepress“ die Geschichte des ehem. Rittergutes Oevinghausen. Ich möchte als Verwandter der letzten adeligen Besitzerin vom Gut Oevinghausen, Baronin Elsbeth v. Plettenberg- Oevinghausen (sie war eine Stiefschwester meines Großvaters), diesen Bericht ergänzen und die familiären Besitzverhältnisse und Zusammenhänge ab etwa 1800 näher erläutern.

Johann Adolf v. Plettenberg-Heeren, Herr auf Schloss Heeren (heute Kamen-Heeren-Werve) lebte von 1725 bis 1787. Er war zweimal verheiratet. Seine erste Ehefrau war Sophie Catharina v. Wulff zu Füchten (*1745 - †1766). Seine zweite Ehefrau war Henrietta v. Plettenberg; sie entstammte einer anderen Linie der weit verzweigten Plettenberg´schen Familie. Dieser zweiten Ehe entstammten zehn Kinder, darunter der älteste Sohn Friedrich Wilhelm v. Plettenberg-Heeren (*1769 † 1820). Vor ihrer Ehe war Henrietta Stiftsfräulein im freiweltlich-adeligen Stift Fröndenberg (dort 1740 nachgewiesen). Friedrich Wilhelm erbte Schloss Heeren und vermählte sich mit Caroline v. Bodelschwingh zu Bodelschwingh (*1770 - †1818), die eine Tochter von Matthias v. Bodelschwingh-Velmede und Gisbertine v. Bodelschwingh-Bodelschwingh war. In dieser Ehe erblickten auf Schloss Heeren vier Kinder das Licht der Welt, darunter die Söhne Friedrich Wilhelm v. Plettenberg-Heeren (*1796 - †1861) und Wilhelm v. Plettenberg-Heeren (* 1804 -† 1870). Der ältere Sohn Friedrich Wilhelm führte den Familienbesitz in Heeren weiter und vererbte diesen an seine Tochter Bertha v. Plettenberg-Heeren, die Adolf v. Bodelschwingh-Plettenberg (*1826 - †1902) heiratete. Die Nachfahren des Ehepaares sind noch heute im Besitz des Schlosses.

Der jüngere Sohn Wilhelm v. Plettenberg-Heeren ehelichte zunächst seine Kusine Mathilde v. Nordeck (*1819 - †1852) und nach deren Tod ihre jüngere Schwester Adelheid v. Nordeck (*1827 - †1866). Die zweite Ehefrau Adelheid v. Nordeck brachte den Besitz Oevinghausen bei Waltringen in ihre Ehe mit ein und weil er auch ihr gemeinsamer Wohnsitz war, führte ihr Mann Wilhelm v. Plettenberg-Heeren fortan den Namen v. Plettenberg-Oevinghausen. Der zweiten Ehe entstammten vier auf Oevinghausen geborene Kinder, darunter Hunold v. Plettenberg-Oevinghausen als ältester Sohn . Sein Stiefbruder Gustav Adolph aus der ersten Ehe seines Vaters fiel im Deutsch- Französischen Krieg 1870/71. Er starb schwer verletzt am 30. Januar 1871 als Leutnant und Kompanieführer im Lazarett Chaffois in Nordfrankreich. Hunolds Stiefschwester Mathilde war mit dem späteren Generalfeldmarschall Max v.Bock und Polach verheiratet.

Hunold (*1858) war ebenfalls Offizier im preußischen Heer mit einer Karriere bis zum Rang eines Generalmajor. Er heiratete am 21. Oktober 1907 in Karlsruhe die Baronin Elsbeth v. Ochs (*1879, Aschersleben) und lebte mit ihr auf dem Gut Oevinghausen. Ein Großteil des zum Gut gehörenden Waldbesitzes ist im Nov./Dez. 1919 an die Stadt Werl verkauft worden. Er ist der östliche Teil des beliebten Naherholungsgebietes ‚Werler Stadtwald’ (Geschichte des Werler Stadtwalds, Marlies Liffers 1997). Im Alter von 67 Jahren starb Hunold v. Plettenberg-Oevinghausen am 22. September 1925. Die Beisetzung geschah auf dem Familienbegräbnisplatz in Heeren, der sich zwischen Kirche und Schloss Heeren befindet. Seine Ehefrau Elsbeth verstarb am 12. Januar 1962 auf Gut Oevinghausen. Sie wurde ebenfalls in der Familiengruft Heeren beigesetzt. Da die Ehe kinderlos war, erlosch bereits mit der zweiten Generation der Familienname v. Plettenberg-Oevinghausen und das Gut ging mit ca. 200 Morgen Land- und Forstfläche testamentarisch an die Bethel’sche Stiftung in Bielefeld. Drei Jahre später erwarb die Familie Luig die Besitzung, die noch heute von ihr bewirtschaftet wird.
Baronin Elsbeth v. Ochs entstammte einer alten kurhessischen Beamten- und Offiziersfamilie. So diente zum Beispiel ihr Urgroßvater Adam Ludwig Baron v. Ochs (*1757 - †1823) unter Napoleon. Als Divisionsgeneral des westphälischen Korps nahm er 1812 am Krieg gegen Russland teil und stand im Okt. 1812 mit seinen Truppen vor Moskau. Doch eisige Kälte, Ungeziefer (Läuse) und Seuchen schwächten die Truppen. Napoleon wurde besiegt. Im Rahmen von vielen Rückzugsgefechten kämpfte der General v. Ochs schließlicht im Sommer 1813 vor Halberstadt gegen den russischen General Tschernitschew. Hier geriet er in Gefangenschaft und überlebte die im Oktober 1813 gegen Napoleon gerichtete Völkerschlacht bei Leipzig.  
Elsbeths Vater, Adolf Eduard Georg v. Ochs (1839-1908), war ebenfalls Offizier. Seine Ehefrau Marianne, geb. v. Nathusius (1847-1941) lernte er Anfang der 1870er Jahre entweder in der Garnisonstadt Aschersleben kennen oder bei Offiziersempfängen in Magdeburg. Marianne war eine Tochter des Rittergutbesitzers August v. Nathusius (1818-1884), der das südwestlich von Magdeburg gelegene Gut Meyendorf bewirtschaftete. Es war ein säkularisiertes (aufgehobenes) ehem. Klostergut des Zisterzienser Ordens. Vor ihrer Eheschließung am 25. April 1874 in Aschersleben war Marianne schriftstellerisch und journalistisch tätig, u. a. für die in Preußen bekannte Kreuz-Zeitung. Ihrer Ehe mit Adolf Eduard Georg v. Ochs entstammten vier Kinder, darunter neben Elsbeth der im Jahr 1876 geborene Sohn Erich August Adolf Baron v. Ochs.
(Fortsetzung folgt in der Ausgabe-Nr. 108 zu Ostern 2007)
Jochen Engelhard v. Nathusius, Stadtarchiv Fröndenberg/Ruhr

Quellen:
Familienarchiv v. Nathusius, Linie Meyendorf (beim Verfasser)
Familienarchiv Baronin Anna Maria v. Nordeck zu Nordeck, geb. Vendel, Burg Hemmerich, 53332 Bornheim, Tel.: 02227 / 926106
Stadtarchiv Werl, Bestand Sammlung Plettenberg-Oevinghausen
W. Bockhorst, Bestandsführer der Vereinigten Westfälischen Adelsarchive, Münster 2004
A. K. Hömberg, Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen, Heft 18, Münster 1978
K.-H. Stoltefuß, Haus Heeren, Westf. Kunststätten, Heft 45,
Münster 1987
Marlies Liffers, Geschichte des Werler Stadtwalds, 1997
(veröffentlicht: Ausgabe-Nr. 107 / Seiten 8 und 9, Dezember 2006)
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Peter Haase
Rauschenberg 82
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23.06.2017
1217 Drüggelte | Ein Kreuzzug beginnt
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1246 Gründung Kloster Himmelpforten
1816 | Die Haar wird preußisch
Die Schlacht bei Bremen 1586
Kölner Erzbischof Engelbert von Berg † 07.11.1225
Wallfahrten
Gründung des Klosters Scheda
Adolf von Hatzfeld
Vorstenburg auf Richters Köpfchen über dem Ruhrtal
Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
Soester Fehde, Teil 2/2
Soester Fehde, Teil 1/2
Freiwillige Arnsberger Jäger-Kompanie als leichte Infanterie 1814 gegen Napoleon
1813 - Kosaken auf der Haar
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 2 von 2
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
Telegraphenlinie via Echtrop - Höingen
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 1, Vormarsch u. Eroberungen
Kalenderreform 1582
Ernst von Bayeren stirbt am 17. Februar 1612 in Arnsberg
Goldfeuer bei Günne
1586 die Schlacht bei Bremen
Kaspar Schwarze, gnt. Betkaspar
Von Hexen und Ketzern
Wiedenbergkapelle
Niederenser Feldkreuz
100 Jahre Schützenhalle Bremen
Pängel Anton und Deutsches Wirtschaftswunder in Ense
Heimatgeschichte-Archiv
Alte Gewichte, Maße und Münzen
Delecke: 75 Jahre Bismarckturm
Kutsche 1948 in Niederense verunglückt
Ehemaliges Totenläuten vom Niederenser Spritzenhaus
St. Anna-Kapelle
Haus Soerries-Schulte 200 Jahre alt
Farmhouse Soerries-Schulte 200 years
25 jähr. Partnerschaften mit Ense
Klosteranl. Himmelpforten bis 1943
Ense im Mittelalter
Haarstrang 390 Mio. Jahre
Hellmichs 167 Jahre Küster
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B.Soerries 1883 emigriert
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Bauernhaus an der Haar
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Drüggelter Kapelle
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Korndiemen an der Haar
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