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Von Blumenthal in den Wilden Westen nach Arkansas - deutscher Text
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Über 1,5 Millionen Deutsche verließen in der Zeit zwischen 1880 und 1889 ihre Heimat. Sie kehrten Kaiser Wilhelm und dem Reichskanzler Bismarck den Rücken, um in Amerika ihr neues Glück zu versuchen. So auch die jungen Männer Bernard Sörries und sein Halbbruder Franz Diers aus Blumenthal im Jahre 1883.
B. Soerries
Ense, Werl, Hartman/Arkansas. Im Örtchen Blumenthal, das von 1816 bis 1890 zum Amt Körbecke und bis 1969 zum Amtsverband Bremen (heute Gemeinde Ense) gehörte und danach zur Stadt Werl kam, befindet sich im Haus Nr. 3, der Hof Diers-Sattel. Vom 15. bis zum 19. Jahrhundert bewirtschaftete ihn die Familie Sörries. Heute gehört die Hofstelle der Familie Michael Flöter, die das Anwesen 1997 erwarb und in liebevoller Kleinarbeit Raum für Raum renovierte.

Im Jahre 1810 übernahm Johann Theodor Sörries den elterlichen Pachthof als Colon. Der Hof war am 13. Februar 1484 von dem Werler Bürger Albert Wynckel an das Zisterzienser Kloster Himmelpforten in Niederense verkauft worden und blieb in dessen Besitz bis er anlässlich der Säkularisation 1803/1804 in das Eigentum des Staates überging. In dieser Zeit gehörte das Kirchspiel Körbecke und Bremen verwaltungstechnisch zum Kurfürstentum Hessen-Kassel.

Als neuer Colon vermählte sich Johann Theodor Sörries 1810 mit der 21 Jahre jüngeren Elisabeth Hagen. Aus dieser Ehe gingen insgesamt zwölf Kinder hervor. Der älteste Sohn Ferdinand (* 1812 - † 1860) übernahm später den elterlichen Betrieb, den sein Vater Johann Theodor Sörries noch für 2.231 Reichstaler und 24 Silbergroschen im Jahr 1843 freigekauft hatte. Nach dem Güterverzeichnis von 1830 umfasste der Hof 31 Morgen, 145 Ruthen und 24 Fuß Flächen.

Ferdinand Sörries, auch Ortsvorsteher von Blumenthal, heiratete 1853 nach dem Vorbild seines Vaters eine ebenfalls 21 Jahre jüngere Frau. Es war Sophia Kersting (∗ 1833 - † 1869). Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Bernhard, Caspar und Catherine. Der jüngste Sohn Bernard wurde am 11. Dezember 1860 in Blumenthal geboren. Zu diesem Zeitpunkt war seine Mutter Sophia Sörries, geb. Kersting, aber schon nahezu acht Monate Witwe, denn ihr Ehemann Ferdinand Sörries verstarb bereits im Alter von 48 Jahren am 28. April 1860. Damit der landwirtschaftliche Betrieb weiter ging, vermählte sich Sophia Sörries, geb. Kersting, im Jahr 1863 mit Wilhelm Diers. In dieser Ehe erblickte Sohn Frank das Licht der Welt.

Fünf bis sechs Jahre später nahm das Schicksal einen rasanten Verlauf. Zunächst verstarb 1868 die Stammmutter Elisabeth Sörries, geb. Hagen und ein Jahr darauf (1869), im Alter von 36 Jahren, auch ihre Schwiegertochter Sophia Diers, geb. Kersting, verwitwete Sörries. So war Bernard Sörries, mit acht Jahren Vollwaise.

Sein Stiefvater Wilhelm Diers heiratete 1873 abermals und nahm Maria Luiges zur Frau. Aus dieser Ehe gingen weitere Kinder hervor. So ergab es sich, dass Bernard Sörries den Hof seines leiblichen Vaters Ferdinand Sörries, der schon acht Monate vor seiner Geburt verstorben war, nicht mehr übernehmen konnte. Die Tradition des Namens „Sörries“, die mit dem Hof in Blumenthal über Jahrhunderte verbunden war, ging damit zu Ende.

In den 1870er Jahren hatte sich der Vetter von Bernard Sörries nämlich Heinrich Knoop - dessen Mutter, Anna Elisabeth eine Schwester von Ferdinand Sörries war - bereits mit seinem leiblichen Bruder Pater Ferdinand Knoop in Iowa/USA niedergelassen. In diesem Bundesstaat gründeten sie den Ort Westphalia mit 170 Einwohnern. In ähnlicher Weise ist der Rüthener Pfarrer Anton Kopp bekannt geworden. Er gründete ein gleichnamiges Städtchen jedoch im Bundesstaat Michigan und wurde später Generalvikar von Chicago. Heinrich Knoop verzog Ende der 1870er Jahre von Westphalia/Iowa nach Westphalia/Michigan und hatte hier eine große Familie.

Vermutlich versuchte Heinrich Knoop, viele seiner Verwandten nach Amerika in das Land der tausend Möglichkeiten zu locken. So ist wahrscheinlich Bernard Sörries dem Ruf seines Vetters 1883 im jungen Alter von 22 Jahren gefolgt und ausgewandert und mit ihm auch sein Halbbruder Frank Diers. Zunächst mussten die beiden Ausreisewilligen die preußische Staatsangehörigkeit ablegen, um staatenlos zu werden. Mit dem Personenzug der Eisenbahn ging es zu den damals bekannten Auswanderungshäfen: Bremen oder Hamburg. Auch von Amsterdam, Antwerpen oder Le Havre im benachbarten Ausland begann ebenfalls für viele die Seereise in die „Neue Welt“.
Nach einer gut 14-tägigen Dampferfahrt über den Atlantik erreichten die beiden Auswanderer im Mai 1883 Ellis Island vor New York. Während sich die Spuren von Frank Diers verlieren, reist Bernard Sörries (englische Schreibweise: Soerries) vermutlich nach Erledigung der Einwanderungsformalitäten in einen Bereich von Arkansas, wo viele Orte deutsche Namen tragen: Blumenthal, Bamenohl, Vosswinkel, Wickede und auch Bremen (Ense). Ob er die hier angetroffene Einwanderer aus Westfalen namens Oberste, Spanke, Plugge, Sprenger, Koerdt, Rinke usw. auch zum Teil schon aus der Heimat persönlich kannte, ist nicht berichtet.

Später wird Bernard Soerries in Hartman/Arkansas ansässig und vermählte sich, 24 Jahre alt, am 24. November 1884 mit Elisabeth Sprenger (geb. 19. Juni 1863.in Finnentrop-Bamenohl / Sauerland). Beide errichten ein Wohnhaus, in dem zehn Kinder zur Welt kamen. Elisabeth Soerries, geb. Sprenger, verstarb 1939, während Bernard Soerries ein Alter von 87 Jahren erreichte. Er starb am 16. Juni 1947 und hatte mittlerweile 49 Enkelkinder, 97 Urenkel und 121 Ururenkel. Ihre westfälische Abstammung aus Blumenthal und Bamenohl halten alle amerikanischen Nachfahren heute noch in großen Ehren.
 
Anmerkungen des Verfassers:
Meine Mutter Anna Mux geborene Soerries erblickte 1944 in Kellinghausen bei Rüthen auf dem Bauernhof ihrer Großeltern Bernard und Elisabeth Soerries, geb. Krane, das Licht der Welt. Ihr Vater war der Landwirt Bernard Soerries (* 1910 - † 1990). Sein Großvater und zugleich Annas Urgroßvater, nämlich Heinrich Sörries, kam auf dem Hof Sörries-Trockels in Hewingsen zur Welt. Als junger Mann verzog er (Heinrich Sörries) 1870 nach Kellinghausen, wo er einen Bauernhof kaufte. Mit diesem Umzug war auch die Änderung der Schreibweise des Familiennamens Sörries in Soerries verbunden.

Der Urgroßvater meines Großvaters, Caspar Theodor Sörries, wurde 1770 in Blumenthal geboren und heiratet auf den Hof Trockels in Hewingsen ein. Er war ein Onkel des oben erwähnten Ferdinand Sörries aus Blumenthal (* 1812 - † 1860), welcher wiederum der Vater des Auswanderers Bernard Sörries war. Der jüngere Bruder von Caspar Theodor Sörries, namens Johann Mathias Sörries (* 7. Mai 1782, Blumenthal), heiratete am 13. Oktober 1810 Anna Christina Kloith-Schulte aus Niederense und damit auf den Hof Schulte ein. Ihre Nachfahren tragen heute noch den Namen Sörries-Schulte.

Verfasser: Bernhard K. Mux M.A. Kasselberger Weg 177, 50769 Köln-Merkenich (Ortsteil: Rheinkassel)
Tel.: 0221 / 5896773
eMail: Mux.Bernhard@web.de

Redaktionelle Bearbeitung: A. Franz, Niederense
Quelle: u. a. Familienarchiv Sörries-Schulte, Ense
(veröffentlicht: Ausgabe 106/Herbst 2006, Seite 9)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
59469 Ense-Bremen
Tel.: +49 2938 573
E-Mail: info@ense-press.de

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Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
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Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
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