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Der Tante Emma Laden vor 100 Jahren
Vor rund 100 Jahren entstanden auch in unserer Gemeinde in Bremen, Niederense, Höingen, Hünningen und Lüttringen Lebensmittel-, Gemischt- und Manufakturläden (Textilien). Es waren anfangs ausgeräumte Wohnzimmer mit ein paar Regalen und einer Theke. Meistens waren es die Frauen, die im Laden standen und die Kunden bedienten. Alle in der Familie halfen nach besten Kräften mit. Die Männer holten damals mit Pferd und Wagen die benötigten Waren aus Soest oder auch Dortmund. Um die örtliche Nahversorgung zu garantieren, war das Verkaufssortiment äußerst vielfältig. Neben den gebräuchlichsten Lebensmitteln wie Mehl, Öl, Essig, Zucker, Salz, Gewürze, gab es die verschiedensten Haushaltswaren, Kurzwaren, sowie Streichhölzer, Zigarren, Zigaretten, Pfeifentabak, Stoffe, Nähnadeln, Knöpfe, Näh- und Stopfgarn, Gummibänder, Petroleum und vieles mehr zu kaufen.
Tante Emma Laden
Rechts: Lebensmittelgeschäft Tigges 1967 in Bremen

In Holzfässern gab es Salzheringe, aus denen die Ladeninhaber dann auch eingelegte Heringe machten. Es gab Schnaps in Korbflaschen, Senf in Kübeln oder in kleinen Holzfässern. Die Ware wurde dann für den Kunden in seine mitgebrachten Gefäße umgefüllt. Mehl, Zucker und Salz, wurden in Tüten abgewogen. Essig und Öl gab`s nur, wenn man eine leere Flasche mitbrachte. Für Quark, Schichtkäse und Molke benötigte man eine eigene Schlüssel. Rübenkraut wurde aus Eimern in Gläser umgefüllt. Maggi-Würze, damals wie heute in braunen Flaschen, Bonbons in Gläsern, gehörten zum Angebot. In Kontobüchern ließ man „anschreiben”.
 
Mit Gemüse und Obst versorgte sich die Bevölkerung selbst. Wer keinen eigenen Garten hatte, pachtete ein Stück Gartenland. Viele hatten zu dem ein Schwein, eine Ziege, Kaninchen und Hühner. In den Erntemonaten wurde die Kundschaft bis zum Einbruch der Dunkelheit bedient, weil tagsüber zum Einkaufen kaum Zeit war. In Bremen war sogar sonntags nach dem Kirchgang der Kaufladen von Tigges geöffnet, damit die  Menschen von der Füchtener Heide, Ruhne, Gerlingen, Waltringen etc. einkaufen konnten. Auch der Enser „Osten” wie Oberense, Bilme, Bittingen, Volbringen und Sieveringen wurden meist von Tigges aus Bremen beliefert.
  Links: Das Geschäft Tigges im damaligen Wohnhaus in der Ortsmitte von Bremen

In Niederense wurden die Bürger seit 1901 von Familie Franz Schütte mit Lebensmitteln versorgt.
Das Einkaufen war fast immer Frauensache und das geflügelte Wort „Frauen tragen in der Schürze mehr nach Haus, als der Mann verdienen kann” machte die Runde.
In den 30er Jahren erfolgte die Gründung der „Edeka-Genossenschaft” in Soest und rationalisierte und erleichterte die Warenbeschaffung. Die Kaufleute Theo Tigges aus Bremen und Franz Schütte aus Niederense gehörten zu den Gründungsmitgliedern.
Ende der 30er Jahre gab es dann die ersten Kühlvitrinen für Wurst und Käse. Während der Kriegszeiten übernahmen die Lebensmittelgeschäfte die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, was die Rationierung durch Lebensmittelmarken sicher stellte. Immer wieder fanden sich Mittel und Wege, das Wichtigste zum Leben für die Kunden zu besorgen.
Rechts: Der Lebensmittelladen Schütte 1928 in der Poststraße 30 in Niederense

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es einige „Hungerjahre” bis zur Währungsreform im Juni 1948. Die neue Währung „Deutsche Mark“, kurz „DM“ genannt, brachte die Volkswirtschaft wieder in Schwung, auch in unseren Dörfern. Das deutsche Wirtschaftswunder nahm seinen Lauf. Der Fortschritt brachte Verbesserungen in die Läden. Schaufenster, neue Einrichtungen, moderne Waagen und Kassen, Kühlschränke und vieles mehr gehörten nun zum Standard.
In den 70er Jahren kämpften dann viele Geschäftsinhaber ums Überleben. Oft waren die Läden schon in der dritten oder vierten Generation in Familienbesitz. Sie hatten keine Chance mehr gegen die „Großen” in der Branche. Das Sterben der vertrauten „Tante Emma-Läden” begann.
Helmut Haase, Ense-Bremen
 
(veröffentlicht: Ausgabe 104/Ostern 2006, Seite 42)
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Peter Haase
Rauschenberg 82
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Gründung des Klosters Scheda
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Vorstenburg auf Richters Köpfchen über dem Ruhrtal
Die Not in der Zivilbevölkerung im 1. Weltkrieg 1914/18
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Soester Fehde, Teil 1/2
Freiwillige Arnsberger Jäger-Kompanie als leichte Infanterie 1814 gegen Napoleon
1813 - Kosaken auf der Haar
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 2 von 2
Kriegszeiten vor 430 Jahren und 380 Jahren in unserer Heimat, Teil 1 von 2
Telegraphenlinie via Echtrop - Höingen
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 2, der Rückzug
Napoleons Russland-Feldzug, Teil 1, Vormarsch u. Eroberungen
Kalenderreform 1582
Ernst von Bayeren stirbt am 17. Februar 1612 in Arnsberg
Goldfeuer bei Günne
1586 die Schlacht bei Bremen
Kaspar Schwarze, gnt. Betkaspar
Von Hexen und Ketzern
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Pängel Anton und Deutsches Wirtschaftswunder in Ense
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Alte Gewichte, Maße und Münzen
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Ehemaliges Totenläuten vom Niederenser Spritzenhaus
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Farmhouse Soerries-Schulte 200 years
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Ense im Mittelalter
Haarstrang 390 Mio. Jahre
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