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Flussbett der Möhne im Jahr 1813 zum Hochwasserschutz reguliert
  Vorbemerkung der Schriftleitung: Im Nachlass des in Himmelpforten geborenen, vor längerer Zeit verstorbenen Redakteurs Caspar Peters befinden sich zahlreiche heimatkundliche Beiträge, darunter auch Niederschriften über die Geschichte des Klosters Himmelpforten. Das Kloster wurde bekanntlich im Jahre 1804 aufgehoben. Die gesamte Anlage kam durch die Möhnekatastrophe am 17. Mai 1943 zur völligen Zerstörung. Der Beitrag von Caspar Peters, der uns von dessen Sohn Hans-A. Peters, Soest, zur Verfügung gestellt wurde, befasst sich mit einem Bericht über die „Teilung der Gemeindegründe zu Niederense“, den der großherzogliche Wegbaumeister E. Wulff am 20. April 1813 der damals zuständigen Großherzoglich-Hessischen Regierung erstattete.
Damals, neun Jahre nach der Aufhebung des 1246 gegründeten Klosters, schlug der Wegbaumeister Wulff eine Verlegung des Flussbettes vor, weil die Möhne oft über die Ufer trat und das Ufergelände mit den Mahl-, Öl- und Sägemühlen beschädigte. Nach den Verwüstungen durch die Katastrophe von 1943 wurde im Jahre 1949 durch den Wasser- und Bodenverband die jetzige Steinbrücke errichtet. Die Felder und Äcker wurden rekultiviert und der Flusslauf in der jetzigen Form reguliert. Der Bericht des Wegbaumeisters E. Wulff von 1813 hat folgenden Wortlaut:
„Zufolge verehrlichen Rescripts vom 4. August v. Js. habe ich den 7. und 8. dieses Monats das Locale zu dem fraglichen Durchstich des Möhneflusses bei Niederense untersucht, die Durchstich-Linie vorläufig bezeichnet und die Materialien zu beigebogenen Kostenanschlag gesammelt.

Da der Schultheiss des Dorfes Niederense, obschon er bereits den 4. dieses Monats von meiner Überkunft benachrichtigt wurde, nicht zugegen war, habe ich als Localkundige zugezogen: Den Himmelpfortener Schlachtmeister Conzen, sodann die Colonen Schulte, Söbbeler, Rosenbaum und Kleine von Niederense. Das schicklichste Local zu dem fraglichen Durchstich zeigte sich von dem Punkte, wo der Möhnefluss von dem Himmelpfortener Walde rechts zwischen einem Niederenser Gemeindegrunde und Himmelpfortener Weide nach den Niederenser Äckern schwenkt; von diesem Punkte unter dem Walde her, sodann durch eine sich in die Grasgründe ziehende Anhöhe und hinter dieser Anhöhe durch einen Grasgrund der Domaine Himmelpforten und des Söbbeler zu Niederense in gerader Linie wieder in das alte Möhnebett gegen einen felsigten Waldabhang.

Die Vorteile, welche dieser Durchstich gewährt sind beträchtlich, denn außerdem, dass den beständigen Beschädigungen des Flusses an den dort benachbarten Grundstücken Einhalt geschieht, die bereits zerstörten Gründe wiedergewonnen, und vor und nach wieder kulturfähig werden und einem durch die vielen Krümmungen des Flusses notwendig gewordenen kostspieligen Uferbau vorgebogen wird, wird noch ein Verhältnis der Länge zur Normalbreite des Flusses, da das neue Flussbett 79800 Quadratfuß, das alte aber beiläufig 276360 Quadratfuß enthält = 196560, also beiläufig 4 werlische Morgen gewonnen, welche, wenn sie mit Weiden bepflanzt werden, nach einer 20-jährigen Holzbenutzung wieder zu Grasgrund umgeschafft werden können. Die Art, wie dieser Durchstich am zweckmäßigsten zu bewerkstelligen sein, und die desfalsigen Kosten sind in der Anlage vorläufig auseinandergesetzt; nur muss ich hierbei noch gehorsamst bemerken, dass ich zwar den Schlachtmeister Conzen, den ich als besonderen Aufseher über diese Arbeit in Vorschlag bringe, den ganzen Bau an Ort und Stelle genau erklärt, dennoch für nötig erachte, dass, wenn wirklich Hand ans Werk gelegt werden soll, ich vorerst das Ganze nochmals genau durch Pfähle bezeichnen und zu Zeiten der Arbeit nachsehen muss.

Dann muss, wenn der Durchstich ausgeführt ist, indem sich alsdann das Wasser in dem engen Graben von selbst Luft verschafft, zu Zeiten durch den Schlachtmeister nachgesehen werden, dass der Fluss nicht zu weit oder irregulär bricht, für welche Fälle nachgeholfen und sobald der Fluss seine Normalbreite von 70 Fuß erlangt hat, die Ufer dicht mit Weiden-Stecklingen bepflanzt werden müssen. Über die Concurrenz zu diesem Wasserbau, ob nämlich die Arbeit nach dem Steuerfuß unter die Niederenser und die Domaine Himmelpforten, oder nach Massgabe des Vorteils der den angränzenden Grundbesitzern dadurch erwächst, unter dieselbe zu verteilen sein, wird Großherzogliche Regierung hochgeneigtest bestimmen. Hiernächst wäre auch der Schadenersatz hinsichtlich der Grundstücke, durch welche der Durchstich geführt werden solle, mit dem Großherzoglichen Justizbeamten zu Werl gemeinschaftlich zu regulieren.

Da dieser Wasserbau-Anlage, indem die Domaine Himmelpforten hierbei mit interessiert ist, zur Kenntnis Herzoglicher Hofkammer gelangen dürfte, so habe ich bei dieser Gelegenheit noch einen für besagte Domaine sehr nützlichen anderweitigen Durchstich des Möhneflusses der mit geringen Kosten ausgeführt werden kann, gehorsamst in Vorschlag bringen wollen: Der Möhnefluss fließt kenntlich von der Himmelpfortener Brücke auf einige Hundert Schritte in grader Richtung durch den Thal, und schwenkt sich dann zwischen einer Himmelpfortener Weide und einem ebenso guten als flachen schlecht mit krüppelichten alten Eichen bestandebnen Holzgrund rechts den Thal hinunter bis vor einen Bergabhang, von dessen anderem Ende der vorhin bemerkte und veranschlagte Durchstich seinen Anfang nehmen soll. Würde nun der Möhnefluss in der graden Richtung, welche von der Brücke aus hat vermittels eines Grabens von einigen Hundert Schritten bis vor den gegenüber gelegenen felsigen Bergabhang und diesem nach bis wieder in den Fluss geführt, dann würde nicht allein indem jetzt der Fluss die lockeren Ufer rechts und links, besonders aber den eben bemerkten Holzboden in schiefer sehr schädlicher Richtung angreift und fortspült, einkostspieliger Uferbau erspart, sondern es könnte auch der ganze Holzboden zu vorbemerkter Weide gezogen, und außer einem ansehnlichen Kapital, welches aus den alten Eichen gewonnen würde, der Grund selbst ohne Kosten gewiss mehr wie zehnfach einträglicher gemacht werden.

Mein Diäten-Verzeichnis, nebst ferner entstandenen Kosten wird zur hochgefälligen Decretur gehorsamst beigeschlossen.
Arnsberg, den 20. April 1813
Gez. E. Wulff
(veröffentlicht: Ausgabe 103/Advent 2005, Seiten 12 und 13)
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
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