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Fritz Viegener – Künstler aus Leidenschaft
... von Joseph Kleine, Soest.
Fritz Viegener wurde im »Dreikaiserjahr« 1888 als erstes von sechs Kindern am 31. Dezember in Soest im Haus Grüne Hecke Nr. 39 geboren. Nach dem Besuch der Elementarschule machte er im väterlichen Malergeschäft die Lehre. Nach seinem Militärdienst nahm er die Arbeit im elterlichen Betrieb wieder auf, die er mit der Meisterprüfung abschloss. Für besonders gute Leistungen erhielt er ein Leistunqsdiplom. Über diese Jahre schrieb er: »Die Freizeit in diesen Jahren wurde mit Bildermalen, Zeichnen und grafischen Arbeiten ausgefüllt. Es war eine sehr arbeitsreiche und schwere Zeit. Geld für Schule oder Akademie war nicht vorhanden.«

Im Ersten Weltkrieg wurde er sehr schwer verwundet. Er überlebte nur dank seines starken Willens. In die Heimat zurückgekehrt, entschied er sich, nachdem er zwischen Maler und Bildhauer geschwankt hatte, für die Bildhauerei. Er war Autodidakt, aus Überzeugung und aus Leidenschaft zu seiner Berufung. Seine erste Arbeit datiert aus dem Jahr 1919. 1923 besuchte er München. 1924 folgte eine Studienfahrt nach Italien, 1925 ein Studienaufenthalt in Paris.
 
 
Neben religiösen Themen standen der Mensch und die Börde im Mittelpunkt seines Schaffens. Der Mensch in seinem ländlichen Umfeld, inmitten der Natur. Er ist ein einfühlsamer, feiner Beobachter. In einem poetischen Realismus hält er das Leben der Menschen fest. Mitte der 1920er Jahre hat er sich, nur für einen kurzen Zeitraum, mit dem Holzschnitt beschäftigt und beeindruckende Schnitte geschaffen. Er hat sich dem Porträt gewidmet. Es ging ihm nicht nur um das Ebenbild, sondern um das Wesen des Menschen.

Er hat sich schon früh einen Namen gemacht und über Soest hinaus Anerkennung gefunden. Die Zeit der braunen Diktatur bedeutete für ihn einen herben Einschnitt in sein künstlerisches Schaffen und den Verlust fruchtbarer Jahre.

Nach den bescheidenen Anfängen nach Kriegsende kamen für ihn ab den 1950er Jahren auch größere Aufträge, so z. B. die sehr große Kreuzigungsgruppe in der evangelischen Pauluskirche in Hagen-Wehringhausen. Es folgten arbeitsreiche, sehr produktive Jahre. Er bleibt auch jetzt seiner Heimat und seinem Stil treu.

»Er lebt von der Heimat und beschenkt sie mit seinen Arbeiten« (1950). Oder: »Er braucht für seine künstlerische Arbeit die unmittelbare Nähe mit der Erde, mit den Pflanzen und Tieren, mit den Dingen. Seine Fantasie nährt sich an der einfachen und direkten Beziehung zur Natur. Fritz Viegeners Kunst ist nur aus diesen Voraussetzungen zu verstehen« (Westfalenpost, 1952).
Es folgen Aufträge von kirchlicher Seite, so das Südportal der Petrikirche, das Portal der St. Thomäkirche und Arbeiten für die Johanneskirche, alle in Soest.

Er ist seit den 1950er Jahren auch offen für die abstrakte Kunst. Er besaß auch hier eine schier unerschöpfliche Fantasie. Seine Werke sind im öffentlichen Besitz und bei Privatleuten zu finden.

Fritz Viegener zählte zu den »Stillen im Lande«. Er suchte nicht das Rampenlicht und die Öffentlichkeit. Er blieb bescheiden. Bis in sein letztes Lebensjahr hat er gearbeitet.

Freunde und Kenner wissen die Qualität seiner Arbeiten zu schätzen. Die ihm begegnen durften, haben ihn als liebenswerten, offenen Menschen in guter Erinnerung. Aus Anlass seines 125. Geburtstages wird dieses heimischen Künstlers dankbar gedacht.
 
 
... veröffentlicht in der Ausgabe-Nr. 133 / Sommer 2013, Seite 35.
ense-press by haase-druck
Peter Haase
Rauschenberg 82
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die aktuelle Ausgabe, Heft 149:
20.08.2017
Künstlertreff Ense 2008
Wilhelm Winkelmann 1904/89 | Der Linolschnitt
Stefan Madrzak
Udo Wollmeiner
Gero Troike
Vasilije StojanoviĆ
Fritz Viegener (1888 - 1976)
Maria Sperling
Hubert Hense, Alphornmacher
Elke Knappstein
Fritz Viegener
LIZ: KunstProjekt zum 100jähr. Bestehen des Möhnesees
Christina Simon, Weißenfels
Max Schulze-Sölde (1887-1967)
Ronald Schwarzbeck
Wolfgang Bargel
Dorothee Weber, Werl
Rob. Ittermenn und Herm. Prüßmann
Antje Prager-Andresen
Karin Heide Jasper-Schnarre †2010
Karl Richard Jauns
Patrick Porsch
Ludwig Jarmuth
Fachwerkhaus Stockebrand
Victoria Kettschau - Malerin
Pater Abraham Fischer OSB
Karl Richard Jauns †1990 • Siegmar Steinfeld †2000 • Wilhlem Winkelmann †1989 •
Jochem Poensgen, Soest
Stefan Risse, Ense
Bernd Sewert, Möhnesee
Sigrid Wobst, Möhnesee
Susanne Lüftner
Michael Winkelmann
Wolfgang Klee
Franz Risken
Waltraud Schneppendahl
Eberhard Viegener
Kuenstler 1920-1950
Waltraud Schlausch-Esser
Ruth Steinkamp-Malz
Bernd-Udo Winker
Monika Buggisch-Leu
Hewingser Marienfenster
Edda Tubbesing
Eberhard Viegener
Hartwig Diehl
Ingrid Wörsdörfer
Ewald Sacher
Thomas Jessen
Hubert Nordhoff
Christof Winkelmann
Pascale Petit-Peters
Rainer Claus
Karinheide Jasper-Schnarre
Margret Beerwerth
Sieben Künstler
Dr. phil. Heinz Gramann
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Angela u. Gero Troike
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Gerhard Wünsche
Petit-Peters
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